Daheim sterben die Leute

„Daheim sterben die Leute“

Das letzte Hemd hat keine Taschen. Oder wie Herr Dünnbier Staatsbeamter wurde

Herzlich willkommen bei meinem neuen Projekt. Es steckt noch in den Kinderschuhen, manches ist technisch schon fertig, anderes braucht noch einiges an Tüftelei. Deswegen nenne ich es auch Werkstattaufführung.

Mutig poste ich hier erste Videos (siehe unten). Angedacht war eine Werkstattaufführung in Echt und live. Doch Corona und die Begleitumstände lassen es mich nun online umsetzen.

Es trägt den Titel „Daheim sterben die Leute“.
Es ist eine Hommage an das Leben, an die Vielfalt, an das Traurige, das Lebendige und die Gewissheit, dass wir alle einzigartig sind und es eine schöne Aufgabe ist nicht als eine Kopie vom Nachbarn zu sterben.

Dank des Stipendienprogramms NEUSTART KULTUR konnte ich in die Recherchen einsteigen, Ideen konkretisieren, Textarbeiten vornehmen, die Rolle und Figuration klären, den Plot konkretisieren, Regiearbeiten mit einer Regisseurin angehen und auch schon erste Fragmente von Nummern realisieren.
In neuen Programm will Herr Dünnbier die Tiefen des Lebens entdecken, wie ebenso, das Hochgefühl auf die Bretter bringen.

Der (Arbeits)-Titel „Daheim sterben die Leute“ ist als Inspiration gedacht, danach ist es vorbei und es liegt an Dünnbier selbst, die Welt da draußen kennenzulernen.
Dabei wird er enttäuscht werden, geliebt werden, sensationelle Begegnungen voller Liebe erleben und wird auch abgelehnt werden. Er erkennt die Mitteltöne des Lebens und er bleibt wunderfitzig (schwäbisch für neugierig)…

Daheim sterben die Leute – Etwas mehr an Informationen

Ziel ist es, die Einzigartigkeit des Lebens und seiner Momente sichtbar und fühlbar zu machen.


Im Stück – „Daheim sterben die Leut“ geht es um die Spuren gelebter Träume. Im Stück macht sich Herr Dünnbier der Clown auf zu den Lebensvisionen und Fantasien, ist ein sanfter Revolutionär und Lebensforscher. Klar ist am Ende: Manche Utopie ist nicht so weit entfernt, wie man zunächst glauben möchte – und es lohnt sich auf jeden Fall, das eigene Leben hin und wieder auf den Prüfstand zu stellen.

Der Dreh und Angelpunkt liegt im Stück in einer Metaebene.
Diese Metaebene ist:

Die größte Freiheit steckt zwischen Reiz und Reaktion.

Dünnbier großer Lebsnwunsch ist den eigenen Weg finden, ein Leben suchen und führen, das einer eigenen Idee folgt, dem ist Dünnbierauf der Spur. Wie macht er sein Ding? Was ist seine innere Stimme? Es geht nicht um mangelnde Mannschaftsdienlichkeit, sondern wirkliches Sein jenseits der Anpassung. Was macht sein Leben aus, worin liegen die Beschwerlichkeiten, wo sein Fluch und wo das Glück?

Den Nicht die Umstände sind es,
die Dich schaffen,
Du bist es,
der die Umstände schafft.

Zum Beispiel Einsamkeit: Einsamkeit ist ein launisches Wesen. Sie ziert sich oft lange, bevor sie ihre schönen Seiten zeigt. Herr Dünnbier muss sie lange darum bitten, bis sie sich offenbart. Einsamkeit zeigt diese schönen Seiten erst, wenn er sich auf sie wirklich einlässt.
Erst dann kommt ein Prozess in Gang.
Dieser alte Spruch „Umarme, was Dir Angst macht!“, ist ja ein sehr schöner Spruch.
Dies zu personifizieren, sehen als etwas, was mit ihm einen kleinen Kampf aufnehmen möchte, was ihm Angst macht, was ihn betrübt und sagen: „Na komm‘, nun zeig‘ dich mal!“ Und jetzt stelle ich mich dir auch. Und dann kippt es plötzlich.

Dank des Stipendienprogramms NEUSTART KULTUR konnte ich eine erste Realisierung des Rechercheprojekts „Daheim sterben die Leute“ konkretisieren, Textarbeiten vornehmen, die Rolle und Figuration klären, den Plot konkretisieren, Regiearbeiten mit einer Regisseurin angehen und auch schon erste Fragmente von Nummern realisieren.

Es sind schon erste Anfragen bezüglich einer Aufführung vorhanden.

Das Stück soll zum Beispiel im Vorstadttheater Tübingen aufgeführt werden, bei den Kulturtagen im Weingut Bechner und es wird in der Region Baden-Württemberg beworben.

Diese ersten Fragmente stelle ich hier in Form von einem Video aus den Probearbeiten vor. Es sind zarte Pflänzchen und dokumentieren wie das in so einem künstlerischen Prozess sein kann – unfertig:
Ursprünglich war ja eine Werkstatt-Aufführung geplant.
Werkstatt-Aufführung war bewusst so gewählt, weil die Ergebnisse auf jeden Fall noch unfertig sind und einfach eine erste Tendenz auf die Bretter gebracht werden sollten. Natürlich fehlt hierbei jetzt der Live-Charakter:

Doch das ewige Thema mit Corona hat das nicht möglich gemacht. Womit wir auch schon bei Thema wären. Herr Dünnbier hat sich auf den Weg gemacht, statt sich in seiner Wohnung in einen Kokon einzuspinnen. Er ist zwar zu Hause, aber das sehr lebendig.

Werkstattvideos:

Manche Videos sind etwas leise aufgenommen worden. Darum Lautstärke etwas hochdrehen.

Weitere Wunder werden folgen. Es ist ein Anfang gemacht!